Kopfschmerzen – Nicht mehr den Kopf zerbrechen

Kopfschmerzen, in medizinischer Fachsprache auch Cephalgie genannt, sind eine der häufigsten Schmerzbeschwerden und können sowohl Kinder als auch Erwachsene betreffen. Oft sind Kopfschmerzen harmlos und können mit Hausmitteln oder einfachen Schmerzmittel beseitigt werden. Schwere chronische Kopfschmerzen, wie die Migräne, werden jedoch mit speziellen Therapien behandelt. Kopfschmerzen können auch ein Symptom einer ernsteren Erkrankung sein. Dann müssen ebenfalls spezielle Methoden angewandt werden. In diesem Blog können Sie mehr über Kopfschmerzen erfahren.

Ursachen für Kopfschmerzen

Die genaue Entstehung von Kopfschmerzen ist trotz intensiver Forschung nicht eindeutig geklärt.Kopfschmerzen werden hauptsächlich in primäre und sekundäre Kopfschmerzen unterteilt. Während primäre Kopfschmerzen keine erkennbare Ursache aufweisen, sind sekundäre immer auf eine Krankheit oder äußere Einflüsse zurückzuführen.

Beispiele für Ursachen primärer Kopfschmerzen:

  • Stress
  • Wetterwechsel
  • Flüssigkeitsmangel
  • Rauchen
  • Alkohol
  • schlecht belüftete Räume
  • Bildschirmarbeit
  • Schlafmangel und unregelmäßigen Schlaf
  • Bei Frauen: Hormonschwankungen während des Zyklus

Beispiele für Ursachen sekundärer Kopfschmerzen:

  • Kopf- und Halswirbelsäulenverletzungen, z. B. Schädelhirntrauma
  • Entzündungen: Hirnhautentzündung, Gehirnentzündung, Entzündung der Schläfenarterien, Nasennebenhöhlenentzündung, Zahnwurzelentzündung
  • Virusinfektionen wie Grippe
  • verminderte Sauerstoffaufnahmefähigkeit des Bluts, z.B. chronische Bronchitis
  • Bluthochdruck
  • Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule
  • Verspannung der Nackenmuskulatur
  • Hitzschlag
  • Hirn-Aneurysma
  • Schlaganfall
  • Hirntumor
  • Drogenentzug
  • Unterzuckerung bei Diabetes
  • bestimmte Medikamente wie Nitrate, Östrogene zur Verhütung; häufige Schmerzmitteleinnahme

Die häufigsten Kopfschmerzen

Zu den drei häufigsten Kopfschmerzarten gehören Spannungskopfschmerzen, Migräne und Cluster-Kopfschmerzen. Diese unterscheiden sich in mehreren Aspekten und werden in den folgenden Absätzen kurz erläutert.

Spannungskopfschmerzen

Spannungskopfschmerzen treten fast bei jedem Mensch irgendwann auf. Diese Schmerzen

  • fühlen sich drückend, dumpf oder ziehend, aber nicht pulsierend an und machen sich auf beiden Kopfseiten bemerkbar.
  • sind leicht bis mittelstark.
  • können über eine halbe Stunde bis zu einigen Tagen andauern.
  • verursachen keine Übelkeit.
  • werden bei körperlicher Aktivität nicht stärker.
  • hindern einen meist nicht daran, alltäglichen Aktivitäten weiter nachzugehen.

Migräne

Spannungskopfschmerzen treten häufiger auf als Migräne-Kopfschmerzen, jedoch sind viele Erwachsene und Kinder davon betroffen. Migräne kann auch durch die Menstruation ausgelöst werden, weshalb Frauen häufiger Migräne haben als Männer. Durch die stärkeren Schmerzen bei Migränekopfschmerzen sind Personen, die darunter leiden, mehr eingeschränkt.

Kopfschmerzen werden als Migräne eingestuft, wenn mehr als fünf Mal Schmerzattacken mit den typischen Beschwerden aufgetreten sind. Typisch für eine Migräne sind

  • mittelstarke bis starke, als pulsierend, hämmernd oder pochend empfundene Schmerzen, meist vor allem im vorderen Kopfbereich.
  • halbseitige Schmerzen, wobei die Seite wechseln kann, viele haben aber auch beidseitige Attacken.
  • Schmerzattacken, die mindestens vier Stunden und bis zu drei Tage dauern (bei Kindern mindestens zwei Stunden).
  • Licht-, Geräusch- und / oder Geruchsempfindlichkeit.
  • häufig auch Übelkeit, zum Teil mit Erbrechen.
  • Beschwerden, die sich durch körperliche Aktivität verstärken.

Eine Migräne kann zudem bei manchen Betroffenen von Sehstörungen, Lichtblitzen, Missempfindungen der Haut (zum Beispiel Kribbeln) oder Schwindel begleitet werden. Dieser Zustand wird als Aura bezeichnet. Eine Aura kann vor oder während einer Migräneattacke auftreten. Eine Aura beginnt innerhalb von Minuten und klingt meist innerhalb einer Stunde ab.

Wer einen Migräneanfall hat, muss sich häufig in einen ruhigen und abgedunkelten Raum zurückziehen und hinlegen, weil Licht, Geräusche und Bewegung die Beschwerden verstärken.

Cluster-Kopfschmerzen

Cluster-Kopfschmerzen treten episodenweise, gehäuft auf und dauern einige Wochen. Es kommt dann meist täglich zu Attacken. Dabei schmerzt immer nur eine Kopfseite im Bereich der Schläfe und um das Augeherum. In der Regel ist auch bei weiteren Episoden immer dieselbe Seite betroffen. Cluster-Kopfschmerzen

  • sind sehr stark und zählen zu den stärksten primären Kopfschmerzen.
  • werden als brennend, stechend oder bohrend empfunden.
  • dauern zwischen 15 Minuten und drei Stunden an.
  • können über Tage oder Wochen gehäuft und zu gleichen Uhrzeiten auftreten, meist in den frühen Morgenstunden.
  • werden von Beschwerden wie verstopfter Nase, Augenrötung, Schwitzen auf der Stirn oder einem tränenden Auge begleitet.

Cluster-Kopfschmerzen werden durch Bewegung manchmal etwas erträglicher. Deshalb sind Betroffene – anders als bei einer Migräne – während einer Attacke eher unruhig. Cluster-Kopfschmerzen sind sehr viel seltener als Spannungskopfschmerzen und Migräne. Es ist der einzige primäre Kopfschmerz von dem Männer häufiger betroffen sind als Frauen.

Methoden zur Selbstbehandlung

Wer nicht auf medikamentöse Behandlung zurückgreifen will, kann diese neun Selbstbehandlungsmethoden ausprobieren.

  • Das Kopfweh wegdrücken
  • Die Haare raufen
  • Tief in den Bauch atmen
  • Kaffee mit Zitronensaft trinke
  • Den Nacken kühlen
  • Dampf inhalieren!
  • Unterarmbad machen
  • Pfefferminzöl auftragen
  • Reichlich Wasser trinken

Wenn die Hausmittel gegen Kopfschmerzen nicht innerhalb von 30 Minuten wirken, kann Kopfschmerz meistens durch Medikamente (auf Empfehlung auf der jeweiligen Verpackung achten) beseitigt werden.