Salmonellose- Vorsicht bei rohen Lebensmitteln!

Eine Salmonellose wird durch Bakterien aus der Gruppe der Salmonellen verursacht. Ansteckungsgrund ist oftmals die Aufnahme von ungereinigtem Trinkwasser oder mangelnde Hygienemaßnahmen in der Lebensmittelzubereitung. Salmonellen kommen in tierischen Produkten wie Eier, Fleisch, Milch und Muscheln vor. Damit ist die Salmonellose als Lebensmittelinfektion bzw. Lebensmittelvergiftung zu klassifizieren. 

Was sind die Symptome? 

Häufig nimmt die Salmonellose einen harmlosen oder gar symptomlosen Verlauf. Das ist von der aufgenommenen Anzahl der Bakterien sowie vom Immunsystem der jeweiligen Person abhängig. Treten Beschwerden auf, sind diese meist: 

  • Übelkeit und Erbrechen 
  • Durchfall 
  • Fieber 
  • Kreislaufbeschwerden 
  • Bauchkrämpfe 

Die ersten Symptome einer Salmonelleninfektion zeigen sich innerhalb weniger Stunden bis drei Tagen (in Ausnahmefällen bis zu einer Woche) nach dem Verzehr von befallenen Lebensmitteln.  

Die Symptome dauern meist nur wenige Tage an. Allerdings kann vor allem bei älteren Personen ein großer Flüssigkeitsverlust zu einer bedrohlichen Kreislaufbelastung führen. Falls du dir unsicher bist, ob du vielleicht davon betroffen sein könntest, kontaktiere einen unserer TeleDoc Ärzte: onelink.to/59n84y 

Diagnose 

Bei Verdacht auf eine Salmonellen-Infektion wird die Diagnose aufgrund der Krankengeschichte mit den oben angeführten Symptomen gestellt. Der Nachweis des Erregers erfolgt mittels einer Stuhlprobe. 

Behandlung 

In den meisten Fällen ist es ausreichend, den Wasser- und Elektrolythaushalt wieder auszugleichen. Dabei kann ein Getränk aus je ½ Liter Apfelsaft und Mineralwasser, 1 Teelöffel Salz und 2 Esslöffeln Traubenzucker helfen. Antibiotika sollten nur in schweren Fällen genommen werden, da diese die Ausscheidung der Bakterien verlängern und zudem Resistenzen gebildet werden können. 

Vorbeugung ist immer noch die beste Maßnahme! Das kannst du selbst dagegen tun: 

  • Nach der Toilettenbenützung und vor der Essenszubereitung die Hände gründlich mit warmem Wasser waschen 
  • Bei leicht verderblichen Lebensmitteln die Kühlkette nicht unterbrechen 
  • Küchenoberflächen und -geräte regelmäßig gründlich reinigen 
  • Für die Zubereitung von Speisen mit rohen Eiern (z.B. Mayonnaise) nur frische Ware verwenden; diese Speisen möglichst rasch verzehren 
  • Eier, Fleisch- und Wurstwaren getrennt von Lebensmitteln wie Obst und Gemüse aufbewahren 
  • Nicht gleich verzehrte Gerichte rasch abkühlen und in den Kühlschrank stellen 
  • Beim Aufwärmen von Speisen diese noch einmal gut kochen 
  • Tiefgefrorenes über Nacht im Kühlschrank auftauen 
  • Auftauwasser von gefrorenem Fleisch in den Ausguss leeren und anschließend heiß nachspülen 

Für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem sind diese Maßnahmen besonders wichtig, da sie besonders häufig erkranken.