Stress – Wie reagiert der Körper?

Stressed man in office


Jeder hatte es schon, aber niemand will es. Psychische oder körperliche Belastungen erzeugen Stress – dies ist eine natürliche Körperfunktion eines jeden Menschen. Generell steigert Stress die Leistungsbereitschaft, wenn man sich in einer angenommenen oder auch echten Gefahrensituation befindet. Falls Sie sich gestresst fühlen und wissen wollen, warum Stress entsteht und was dagegen helfen kann, dann sollten Sie sich unbedingt diesen Blogbeitrag durchlesen.

Stresssymptome und Funktion

Das Wort Stress wird im Allgemeinen als eine negativ behaftete Reaktion des Körpers gesehen, die durch einen Zustand der Überforderung auftritt. Typische Symptome, die sich durch starke Gefühle und Körperreaktionen zeigen, sind:

  • Starkes Herzklopfen
  • Schnellere/flachere Atmung
  • Angespannte Muskulatur im Bereich Nacken, Schultern und Rücken
  • Schweißausbrüche
  • Trockener Mund
  • Komisches Gefühl im Magen
  • Zittrige Hände und Knie
  • Gefühl der inneren Unruhe und Nervosität

Ziemlich unangenehme Symptome – jedoch ist Stress auch ein hilfreicher Gefährte des Menschen. Er ist entwicklungsbiologisch dafür vorgesehen den Körper in eine erhöhte Reaktionsbereitschaft zu versetzen und hilft somit spezifische Situationen zu bewältigen. Das Gehirn dient hierbei als Steuerzentrale für die Ausschüttung von Stresshormonen. Infolgedessen wird der Körper mit Adrenalin versorgt, die Atmung verschnellert sich, der Puls steigt stark an und die Muskulatur wird besser durchblutet. Im übertragenen Sinne heißt das: Der Organismus ist bereit zu reagieren. Nachdem die Gefahr/die Situation bewältigt wurde, normalisieren sich die Körperfunktionen in der sogenannten Entspannungsphase.

Gesundheitliche Folgen von dauerhaftem Stress

Die oben genannte Entspannungsphase ist äußerst wichtig, um keine gesundheitlichen Folgen davonzutragen. Wenn der Körper keine Zeit zum Ausruhen bekommt, spiegeln sich die Auswirkungen des Stresses in vielen Bereichen des Körpers wider:

  • Geschwächtes Immunsystem –> Anfälligkeit für Infektionserkrankungen steigt an
  • Verdauungsprobleme –> Magengeschwüre möglich
  • Chronisch erhöhter Blutdruck –> erhöhtes Herzinfarktrisiko
  • Erhöhte Blutzucker- und Cholesterinwerte
  • Muskelverspannungen –> führen zu Kopf- und Rückenschmerzen
  • Mögliche Erschöpfungszustände (z.B. Depressionen, Burn-outs)

Tipps zur Stressbewältigung

Stress wird von jedem Menschen subjektiv unterschiedlich wahrgenommen. Das bedeutet, dass eine gewisse Stresssituation einen Menschen stressen kann, während ein anderer Mensch diese Situation ohne Probleme bewältigt. Nichtsdestotrotz gibt es eine Fülle an Tipps, die man generell befolgen kann, um mit Stress klarzukommen.

Anspruch an sich selber

Jeder Mensch ist für sein eigenes Tun verantwortlich, dazu gehört auch für Erholung und Ausgleich zu sorgen. Die Meinungen und Wertschätzungen anderer sind wichtig, jedoch musst Du dich nicht von ihnen abhängig machen. Beim Streben nach Perfektion solltest du einen Gang zurückschalten – zu hohe Ansprüche an sich selbst können Dich stressen.

Vorbeugende Maßnahmen

Falls möglich solltest Du bevorstehende Probleme versuchen im Vorhinein zu erkennen und ihnen mit entsprechenden, vorbeugenden Maßnahmen entgegenwirken. Fass` Deinen Mut und zeige Deine Disziplin und Geduld für Veränderung, wenn Du erkennst, dass eine Situation in die falsche Richtung geht.

Zwischenziele setzen/planen und sich selbst loben

Jeder freut sich über Anerkennung und Lob anderer, jedoch sollte daraus keine Abhängigkeit entstehen. Setz Dir Zwischenziele für deine Aufgaben. Wenn Du sie erreichst, lob Dich selber! In diesem Fall gilt der Spruch „Eigenlob stinkt.“ nicht. Nach jedem Tag kannst Du an 3 Dinge denken, die Du gemacht hast, die Dich stolz machen. Das hilft Dir positive Gedanken zu entwickeln und besser zu schlafen.

Pläne schmieden

Hier heißt es Prioritäten setzen. Überlege Dir was dich im Alltag belastet und was der Grund dafür ist. Im Anschluss kannst Du Pläne, Mindmaps oder auch Listen erstellen, die Dir dabei helfen diese Belastungen zu umgehen oder sie besser zu bewältigen. Step by step!

Pausen machen

Der menschliche Körper braucht Erholung, Entspannung und Ruhe. Ohne Pausen ist die Stressvermeidung und -bewältigung unmöglich. Warte nicht, dass Dir jemand eine Pause verordnet oder es in der Arbeit weniger stressig zugeht, um eine Pause zu machen. Organisiere und fordere Deine Pausen ein, Du schuldest es Deinem hart arbeitenden Körper.

Bewegung/Erholung/Entspannung im Alltag

Bring Abwechslung in Deinen Alltag. Sportliche Aktivitäten, Erholung und Entspannung bieten den nötigen Kontrast zu Deinem Arbeitsalltag. Wer in der Arbeit viel vor dem PC sitzt, sollte Bewegung in seine Freizeit einbauen. Wer sich in der Arbeit viel bewegt, sollte sich nach der Arbeit zuhause erholen und entspannen.

Fehler sind normal

Niemand ist perfekt, Du musst es auch nicht sein. Lass Dich nicht von Fehlern stressen und schraube Deinen Perfektionismus runter – Dein Körper wird Dir danken.