Verhütungsmethoden im Überblick – Zuerst Info, dann Spaß

Schwangerschaften und die Übertragung von Krankheiten durch Geschlechtsverkehr können gezielt durch Verhütung vorgebeugt werden. Hierbei gibt es eine Fülle an verschiedenen Verhütungsmitteln, die unterschiedliche Wirkprinzipien und Vor- und Nachteile aufweisen. Viel Spaß beim Lesen!

Wirkprinzipien und Verhütungsmittel

Verhütungsmittel werden in mechanische, hormonelle, chemische, natürliche und operative Verhütungsmittel unterschieden.

Zu den mechanischen Verhütungsmitteln gehören:

  • Kondom
  • Frauenkondom (Femidom)
  • Kupferspirale
  • Diaphragma Caya
  • FemCap

Mechanische Verhütungsmittel verhindern, dass der Samen in die Vagina gelangt bzw. die Spermien die Eizelle erreichen.

Zu den hormonellen Verhütungsmitteln gehören:

  • Pille
  • Minipille
  • Pille danach
  • Dreimonatsspritze
  • Vaginalring
  • Hormonspirale
  • Hormonimplantat
  • Verhütungspflaster

Hormonelle Verhütungsmittel enthalten künstlich hergestellte Hormone, die in ihrer Wirkung hohe Ähnlichkeit mit den körpereigenen Hormonen Östrogen und Gestagen vorweisen. Dadurch unterdrücken die hormonellen Verhütungsmittel nicht nur den Eisprung, sondern können auch verhindern, dass sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnistet. Zudem verdicken sie den Schleim im Gebärmutterhals, was die Spermien unbeweglicher macht und ihnen den Weg zur Eizelle versperrt.

Zu den chemischen Verhütungsmitteln gehören:

  • Zäpfchen
  • Verhütungscreme
  • Verhütungstabletten
  • Spirale danach

Chemische Verhütungsmittel enthalten Substanzen, welche die Spermien abtöten. Eine Kombination mit mechanischen Verhütungsmitteln ist empfehlenswert, da die chemischen nicht sehr sicher sind.

Zu den operativen Verhütungsmitteln gehören:

  • Sterilisation der Frau
  • Sterilisation des Mannes

Die Sterilisation ist eine Verhütungsmethode, die nicht rückgängig gemacht werden kann. Dabei werden bei der Frau in einem operativen Eingriff die Eileiter, beim Mann die Samenleiter durchtrennt. Diese Methode sollte nur nach gründlicher Überlegung durchgeführt werden.

Zu den natürlichen Verhütungsmitteln gehören:

  • Temperaturmethode
  • Verhütungscomputer
  • Natürliche Familienplanung
  • Coitus Interruptus

Die natürlichen Verhütungsmittel zählen zu den unsichersten Methoden, beeinträchtigen jedoch den menschlichen Körper in keiner Weise.

Der Pearl Index

Der Pearl Index beschreibt den Grad der Sicherheit eines Verhütungsmittels. Er gibt an, wie viele Frauen von 100 Frauen ungewollt schwanger werden, wenn sie ein Jahr lang eine bestimmte Verhütungsmethode anwenden.

Je niedriger der Wert ist, umso sicherer ist die Verhütungsmethode. Ein Pearl Index von 4 besagt also, dass von 100 Frauen innerhalb eines Jahres 4 schwanger wurden, wenn sie auf die angegebene Art verhütet haben. Dieser Wert kann jedoch durch falsche Anwendung oder verschiedene Versuche unterschiedlich ausfallen.

Die zwei gängigsten Verhütungsmittel

Kondom

Das Kondom schützt als einziges, gängiges Verhütungsmittel nicht nur vor Schwangerschaft, sondern auch vor der Übertragung von Geschlechtskrankheiten. Das Kondom ist eine Hülle aus Latex, die über den Penis gerollt wird und somit das Eindringen von Samenzellen in die Scheide verhindert.

Beim Überziehen ist es wichtig, dass der kleine Hohlraum in der Spitze mit Daumen und Zeigefinger festgehalten wird, damit dort keine Luft eingeschlossen wird. Bei eingeschlossener Luft besteht die Gefahr, dass für die Spermien kein Platz vorhanden ist und das Kondom reißt. Das Kondom bietet bei richtiger Anwendung sehr hohen Schutz.

Anti Baby Pille

Die Anti Baby Pille ist ein hormonelles Verhütungsmittel und kann nur von Frauen eingenommen werden. Sie ist eine der gängigsten und sichersten Verhütungsmittel. Die Pille muss tagtäglich und regelmäßig eingenommen werden, damit sie wirkt.

Über die Anti Baby Pille werden Hormone aufgenommen, die den Zyklus der Frau beeinflussen. Durch die Hormone wird die Reifung einer Eizelle bzw. der Eisprung verhindert.

Die Anti Baby Pille schützt dich ausschließlich vor einer Schwangerschaft und bietet keinen Schutz gegen sexuell übertragbaren Krankheiten.